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10 Fakten rundum Geburt, Baby & Stillen (die Du sicher nicht alle kennst!)

Posted in Annas Welt, and AnnaZähltAuf

Hier sind lediglich meine Erfahrungen zusammengefasst – ich bin weder Ärztin, Hebamme oder Geburtshelferin. Wenn Du unsicher bist, ob das was gerade mit/bei Deinem Baby passiert ‚normal‘ ist, kontaktiere sofort eine Hebamme oder eine*n Arzt*in.

1. Ähnlichkeit der Geschwister bereits im Ultraschall sichtbar? Gutes Zeichen!

‚Er sieht genauso aus wie seine Schwester!‘ bemerkte ich leicht sentimental beim dritten Ultraschall des kleinen Bruders, so gegen Ende der Schwangerschaft.

‚Das ist ein gutes Zeichen.‘ Meinte daraufhin die Frauenärztin.
‚Wenn das Baby genauso aussieht wie sein gesundes Geschwisterkind, dann ist es sehr wahrscheinlich auch gesund und alles dort, wo es hin gehört.‘

2. Babys schlucken Fruchtwasser während der Geburt.

Und würgen es im Laufe der kommenden Stunden, wieder raus.
Das kann einschüchternd sein. Ein würgendes Baby ist kein schöner Anblick – aber normal.

Bei Babys die per Kaiserschnitt geholt wurden, kann dies etwas extremer ausfallen. Bei einer vaginalen Geburt wird durch die Kraft der Wehen, welches das Baby aus dem Geburtskanal schieben, das Fruchtwasser zum Teil schon aus den Lungen herausgedrückt.

Bei der Eule damals war es tatsächlich ‚schlimmer‘, als beim kleinen Bruder. Da sie aber auch das erste Kind ist, kann es auch mit meiner verklärten Wahrnehmung zu tun haben…

3. Miniblutung bei neugeborenen Mädchen

Ungefähr einen Tag nach der Geburt unserer Tochter, sah ich einen kleinen Blutfleck in der Windel. Meine Hebamme hatte uns vorher davon erzählte und so konnte ich (zumindest diesen…) hysterischen Anfall gekonnt abwenden.

Es ist quasi eine Mini-Menstruations-Blutung als Folge der Abtrennung der mütterlichen Hormone. Eine Blutlache sollte es allerdings nicht sein! Sondern nur ein paar Tropfen.

Im Zweifel IMMER eine Hebamme oder Arzt*in fragen.

4. Tipps zur Milchbildung

Vorab: Keine Mutter soll sich gezwungen fühlen ihr Baby zu stillen. Jede macht das was für sie und ihre Familie das Beste ist! Wenn Du gar nicht, nach ein paar Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren keine Lust (mehr) hast zu stillen. Dann stillst Du halt ab. Punkt.

Für alle Frauen die gerne stillen wollen und das Gefühl haben, die Milch wird weniger, hier einige Tipps:

Viel trinken
Bevorzugt Wasser & Stilltees oder irgendeinen Kräutertee ohne Minze – die hemmt nämlich die Milchbildung.
Ich persönlich habe immer auch Kaffee getrunken – halt in Maßen. Kaffee macht mich sehr glücklich – happy wife, happy life!

Wenig Stress
Sich wirklich ganz bewusst vom Umfeld helfen lassen!
Lasst euch Essen vorbeibringen oder bittet jemandem mit dem Baby einen längeren Spaziergang zu machen. Stress ist echt DER Killer für alles.

Auch der Wochenfluss dauert meistens länger und kann immer wieder stärker werden, wenn man zu viel Stress hat und sich in der ersten Zeit zu viel zumutet.

Keine enganliegenden BHs
Am besten zu Hause gar keinen tragen. Die Brüste explodieren in den ersten Wochen meistens eh, so dass ich zumindest auch gar keine Lust hatte einen zu tragen. Habe einfach Stilltops (beim H&M gibt es zum Beispiel welche mit Spaghettiärmeln) die ich quasi als Unterhemd angezogen habe und ein T-Shirt drüber.

Ist in der Kombi auch perfekt zum stillen ‚in der Öffentlichkeit‘ oder wenn es zu Hause mal kühler ist und man keinen Bock hat, die Plauze an die frische Luft zu hängen.

Baby öfter anlegen
So wissen die Boobies: ‚Es herrscht eine erhöhte Nachfrage!‘ und kurbeln die Produktion an. Oder auch mal mit der Milchpumpe abpumpen.

Hier muss der Vollständigkeit halber erwähnt sein, dass abpumpen nicht bei allen Frauen klappt. Wir hatten eine ‚manuelle‘ die für die paar Male auch ausreichend war.
Wer plant öfter zu pumpen, sollte sich besser eine elektrische zulegen.

Bockshornkleekapseln
Haben mir wirklich super geholfen!
Sollten aber wirklich nur dann genommen werden, wenn Du das Gefühl hast die Milch ist weniger geworden. Nicht pro-forma!

Schüsslersalz Nr. 4
Auch damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht! Glaubt aber sicher nicht jede dran.

‚Jede Flasche ist ein Schritt näher zum abstillen‘
Sagte meine erste Hebamme immer (auf Grund unseres Umzuges hatte ich beim kleinen Bruder eine andere).

Wenn ihr grad eine harte Zeit habt, Du am Arsch bist, einfach nur mal schlafen willst und das Baby von jemand anderem abnehmen lassen, dann gibt halt mal eine Falsche.

Habe ich beim kleinen Bruder auch gemacht und ihn trotzdem 11 Monate lang stillen können. Kannst natürlich auch Muttermilch abpumpen und diese geben lassen.

Ausreichend Schlaf
… haha!

5. Menstruierend stillen, überträgt PMS Hormone aufs Baby.

Ich hatte das große Glück (ahahaaaaaaaaaa) quasi direkt vom Wochenfluss in die erste postnatale Menstruation weiter zu gleiten. Als die Eule (mit 2-3 Monaten und voll gestillt) einmal mega schlecht drauf war und ich mir nicht erklären konnte warum, fragte meine Hebamme trocken:

  • ‚Hast Du Deine Tage‘.
  • ‚Eh. Ja…?!‘
  • ‚Dann hat Deine Tochter wahrscheinlich PMS. Die Hormone überträgst Du über die Muttermilch an sie weiter‘
  • ‚Aja. Das ist ja toll…‘

6. Zahnungsstuhl

Mal abgesehen von diesem herrlichen Wort (welches ich von einer meiner geliebten Yogamamis zum ersten Mal gehört habe), präsentiert sich dieser in einer wunderbaren Vielfalt an Farben, Formen und Gerüchen!

Wie der Name schon sagt handelt es sich hier um Babys Kacka, während des Zahnens. Zähne kommen nicht von einer Minute auf die anderen. No No No! Dies ist ein – je nach Baby– längerer, schlafloser (wie beim kleinen Bruder) oder auch eine kaum bemerkbarer (wie bei der Eule) Prozess.

Während dieser Zeit kann der Stuhl von schaumig und nach faulen Eiern riechend, bis hin zu moosgrün und körnig, quasi alles an Agrarzuständen und Kolorationen annehmen. Wenn also der Windelinhalt mal einen gewaltigen Schrecken auslöst – don´t panic!

Am End, ist es einfach ein herrlicher Zahnungsstuhl!

7. Fontanelle eingedrückt → Baby schlecht hydriert.

Ist die Fontanelle nach innen gewölbt, ist das Baby schlecht hydriert und sollte auf jeden Fall angelegt oder eine Flasche gegeben werden. Dies kannst Du ganz einfach selbst ertasten, indem Du über Babys Kopf streichelst. Den Unterschied merkt man auch als ‚Laie‘.

Wenn es heiß ist, vermehrt darauf achten. Aber auch hier gilt: keine Panik.

Wenn ein Baby wirklich dehydriert ist merkst Du das!
Es wird vollkommen schlapp und nicht ansprechbar sein. So eine Extremsituation kann bei schlimmen Magen-Darm-Erkrankungen eintreten (auch bei schon größeren Kindern!). Bei einem gesunden Baby, welches regelmäßig gestillt oder die Flasche gegeben wird, nicht.

Voll gestillte/ Flaschen Babys, müssen im Sommer normalerweise auch kein zusätzliches Wasser oder ungesüßten Tee trinken. Aber dazu gibt es viele unterschiedliche Ansichten – kläre es im Zweifel mit eurer Kinderarzt*in ab.

8. Lippenherpes–Panik!

Ja. Es gibt schlimme Herpeserkrankungen welche beim Neugeborenen, oder auch schon beim Fötus, Behinderungen hervorrufen können.

Deswegen solltet ihr auch schwanger oder später mit eurem Neugeborenen, um Leute mit jeglicher Form von Herpes, einen großen Bogen machen!
Und Besuch mit offensichtlichem Herpes, gar nicht erst herein lassen…

Schon in der Schwangerschaft hatte ich 3-4 Lippenherpesessenen (was auch immer der Plural von Herpes sein mag…). Begleitet mich aber eh schon mein ganzes Leben.

Als die Eule zwei Wochen alt war, kam direkt wieder einer. In PANIK rief ich meine Schwiegermutter an, sie müsse mir SOFORT Herpespflaster vorbeibringen und einen Mundschutz gleich dazu!

Meine Hebamme beruhigte mich später und erklärte:
Wenn Du schon öfter Herpes hattest und dieser bei Stress und angeschlagenem Immunsystem häufig vorkommt, dann ist die Viren-Konzentration in der Flüssigkeit schon auf Grund der Häufigkeit geringer und in der Regel kein ‚aggressiver‘ Herpesvirus.

Wie bei allem: KEINE Panik.

  • Herpespflaster drauf
  • Vermehrte Handhygiene (also mehr als ohnehin schon…)
  • Baby nicht küssen (ich weiß, dass ist der schwerste Teil!)
  • Und warten bis die Bläschen vollständig abgeheilt sind.

Bei einer erstmaligen Herpeserkrankung während der Schwangerschaft oder mit einem Neugeborenen, auf jeden Fall zum Arzt!!

9. Babykacke in Klamotten mit Kernseife behandeln

Keine Ahnung was in Babykacke (oder wie meine Hebi sagte: ‚Feinster Muttermilchstuhl!‘) drin ist, dass es so penetrante Flecken macht…
Was auf jeden Fall hilft ist vollgekackte Kleidungsstücke, direkt mit Kernseife und ordentlich rubbeln zu behandeln!

Kernseife ist THE Mittel!

10. Klettverschlüsse beim Tragetuch – Baby wieder wach!

Es gibt hunderte verschiedener Tragetücher und ‚Tragesysteme‘. Eines mit Klettverschluss sollte, wenn Du vorhast Dein Baby wenn es eingeschlafen ist auch mal abzulegen, nicht unbedingt die erste Wahl sein… zumindest nicht, wenn die Klettverschlüsse geöffnet werden müssen, um Dein Baby heraus zu nehmen.

Das ‚Ritsch‘-Geräusch eines Klettverschlusses, hat schon so manches Baby geweckt und die eine oder andere Mutter zur Verzweiflung gebracht…

Generell ist eine Trageberatung eine sinnvolle Investition. Sie wird Dir/euch diverse System zeigen und ihr wählt das Passende aus.

Kennst Du noch weitere Fun Facts?

Und teilst Dein Insiderwissen rundum Schwangerschaft, Geburt und Babies mit uns?
Schreibe diese gerne in den Kommentaren und ich füge sie noch hinzu!

In diesem Sinne: Rockt On!

Und wenn Du mich die Tipps mit vollem Körpereinsatz mitteilend sehen willst:

Geht’s hier zum Video:

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