Ich hab es getan! Am 13.06.26 hatte ich meinen allerersten Auftritt im Reeperbahn Comedy Club und es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht!
Bühne und Aufmerksamkeit liebe ich!
In meiner Kindheit stand ich gerne im Mittelpunkt, während der Schulzeit habe ich im Musical ‚Hair‘ mitgespielt und beim jährlichen Lucia-Umzug der schwedischen Kirche in Ffm mitgesungen – mit 18 war ich sogar die Lucia! Eine große Ehre! In meinen frühen Zwanzigern arbeitete ich als Animateurin auf den Balearen und in Sharm el Sheikh und habe Shows wie Moulin Rouge getanzt, teilweise auch etwas moderiert. Zuletzt habe ich einige Alltags-Achtsamkeit-Workshops gehalten. Bühne und vor Menschen sprechen ist demnach grundsätzlich ok für mich und macht mir jetzt auch wieder klar, das vieles Zeit zum reifen und Erfahrung braucht.
Auf meinen Stand-Up Auftritt habe ich mich sehr gut vorbereitet. An meiner vorgetragenen ‚Geschichte‘ habe ich lange und immer wieder geschrieben, angepasst, eingesprochen und mir selber etliche Male vorgespielt. So habe ich auch schon in der Schulzeit Gedichte auswendig gelernt, damals noch mit einem Aufnahmegerät. Heute alles mit dem good-old Smartphone.
Die Stand-Up-Szene in Norddeutschland
Die Szene ist groß und dann auch wieder klein. Vor allen Dingen ist sie familiär und offen. Felix Treder hat den Workshop bei dem ich war geleitet, hat selbst 2025 die Stand-Up-Comedy-Stadtmeisterschaft in HH gewonnen und ist seit 2016 am Start – und entsprechend erfahren. Er hat uns in den sieben Stunden wunderbar angeleitet und die wichtigen Basics mitgegeben. Ohne diesen Workshop hätte ich nicht gewusst wo ich überhaupt anfangen soll!
Meine 5 Minuten ‚Programm‘ am Samstag waren angelehnt an dem, was ich im Workshop begonnen hatte. Unsere Aufgabe dort war ein 1-2 Minuten Programm zu schreiben und konnten dafür eigene Themen nehmen oder einen Überbegriff von Felix ziehen, was er empfahl um sich selbst heraus zu fordern. Na dann zieh ich doch einen Zettel dachte ich!
‚Auf der Bowlingbahn‘
Wurde mein Thema und ich ehrlich gesagt enttäuscht, weil damit habe ich absolut nichts am Hut! Als ich Felix dies sagte meinte er nur: ‚Probier es trotzdem!‘. Und das war ein sehr guter Rat! Denn als ich dann einmal anfing zu schreiben viel mir doch erstaunlich viel ein. Er ging reih um, hörte sich die ersten Ideen an, gab Zustimmung und Tipps. An Ende hatte ich 1-2 Minuten zusammen die ich vortrug und doch auch lustig waren.
Der zweite Anlauf
Nach weiterer Theorie sollten wir das was wir schon hatten nochmal ausbessern und ein weiteres Mal vortragen. Und das ging schon so viel besser als beim ersten Mal und wurde nun die Basis meiner 5,5 Minuten am Samstag. Es war so aufregend und ich sehr gut vorbereitet. Die Jungs vor Ort super nett und supportive. Und auch das Publikum war sehr lieb und zugewandt. Wenn es der erste Auftritt ist hat man absoluten Welpenbonus und ich fühle mich jetzt bereit für mehr!
Meine kommendes ‚Programm‘ wird aber nicht darauf aufbauen. Jetzt will ich die Themen anfassen die mich wirklich bewegen und für die ich brenne. Ich will ernste Themen behandeln ohne die Menschen zum weinen, sondern zum lachen und nachdenken zu bewegen. Wenn alles gut geht, habe ich im Juli vielleicht noch einen Auftritt, aber das ist aktuell noch nicht sicher.
Sisterhood, Perimenopause & Zweisprachigkeit
Das werden meine Themen sein. Ich will als Frau auf der Bühne stehen, ohne das mein Thema nur ‚Ich bin eine Frau‘ ist. Alltagsgeschichten erzählen. Lustigkeiteiten und Absurditäten des Lebens. Und ich hab richtig Bock!
Das Leben ist gut zu mir
Und es gibt nur Gründe Dinge zu tun die man ’schon immer machen wollte‘ und absolut keinen, es zu lassen.
In diesen Sinne: tut was euch gut tut und ihr tut euch und anderen gut!